ÖAAB Vorarlberg begrüßt Reform zur Stärkung der betrieblichen Altersvorsorge

Übersichtlicher, flexibler, rentabler

Der ÖAAB Vorarlberg begrüßt die gestern von der Bundesregierung angekündigte Reform zur Stärkung der betrieblichen Altersvorsorge ausdrücklich. Die Abfertigung NEU bleibt in ihrer bisherigen Form mit Kapitalgarantie bestehen, gleichzeitig werden die Möglichkeiten für Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer deutlich erweitert. Künftig können Abfertigungsanwartschaften einfacher in eine Pensionskasse oder Lebensversicherung übertragen werden. Mit dem neuen Generalpensionskassenvertrag wird dafür ein gesetzliches Standardprodukt geschaffen, das eine kostenfreie Übertragung in die Pensionskasse ermöglicht. Zusätzlich kommt ein freiwilliges Veranlagungsmodell innerhalb der Vorsorgekassen, das höhere Ertragschancen eröffnet.

ÖAAB-Landesobfrau Veronika Marte spricht von einem längst notwendigen Schritt: „Wer arbeitet und vorsorgt, darf nicht der Dumme sein. Es ist höchste Zeit, dass betriebliche Altersvorsorge so gestaltet wird, dass Leistung, Eigenverantwortung und jahrzehntelanger Einsatz auch tatsächlich belohnt werden. Dass die Sicherheit der Abfertigung NEU erhalten bleibt und gleichzeitig bessere Ertragschancen geschaffen werden, ist ein starkes und richtiges Signal für die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer.

Besonders positiv bewertet der ÖAAB auch, dass endlich mehr Ordnung, Übersicht und Effizienz in ein bisher oft unnötig kompliziertes System gebracht wird. Künftig werden Konten, auf die seit drei Jahren keine Beiträge mehr eingezahlt wurden, automatisch bei jener Vorsorgekasse gebündelt, bei der aktuell Beiträge geleistet werden. Gleichzeitig werden die Verwaltungskosten von bisher maximal 0,8 Prozent auf 0,6 Prozent des veranlagten Vermögens gesenkt. Für den ÖAAB ist das ein richtiger Schritt, weil damit mehr vom Erarbeiteten auch tatsächlich bei den Menschen ankommt.

Landtagsabgeordnete Karin Feurstein-Pichler hält dazu fest: „Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer haben ein Recht auf ein Vorsorgesystem, das verständlich, fair und ertragreich ist. Weniger Gebühren, mehr Übersicht und bessere Möglichkeiten bei der Veranlagung sind keine Kleinigkeit, sondern echte Verbesserungen. Es geht darum, dass die Menschen im Alter mehr von ihrer Leistung haben und nicht ein unnötig schwerfälliges System.

Darüber hinaus werden auch die Pensionskassen gezielt gestärkt: Die Übertragungsmöglichkeiten werden ausgeweitet, arbeitsrechtliche Hürden reduziert, der Abfindungsbetrag bei Pensionsantritt auf 20.000 Euro angehoben und Pensionskassen-Pensionen aus Eigenbeiträgen künftig steuerfrei gestellt. Für den ÖAAB Vorarlberg ist das ein klares politisches Signal: Leistung muss sich auszahlen, Vorsorge muss sich lohnen und Systeme müssen den Menschen dienen — nicht umgekehrt.

Foto: ÖAAB Vorarlberg

Mehr Informationen bei: Landesobfrau Veronika Marte Tel. 0664 4329931

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