Dornbirn, 11. Mai 2026

Im Zuge der Diskussionen rund um den Nutzungsvertrag des Franziskanerklosters in der vergangenen Stadtvertretung ist zuletzt ein sehr verkürztes Bild dieses Projekts entstanden. Die wiederholte Darstellung der NEOS reduziert dabei komplexe Zusammenhänge zunehmend auf einzelne Schlagworte und wird der tatsächlichen Dimension dieses Projekts nicht gerecht. Damit wird aus Sicht der Dornbirner Volkspartei eher Verunsicherung erzeugt als zu einer sachlichen Aufklärung beigetragen.
Der Ankauf des Klosters war kein kurzfristiger Beschluss, sondern das Ergebnis eines mehrjährigen Prozesses, der bereits lange vor der aktuellen Diskussion angestoßen wurde. Ziel war es, einen zentralen Ort für Dornbirn zu sichern und damit überhaupt erst die Möglichkeit zu schaffen, diesen langfristig im Sinne der Bevölkerung weiterzuentwickeln.
Ebenso klar ist:
Solche Verhandlungen sind nur als Gesamtpaket möglich. Einzelne Aspekte herauszugreifen und daraus den Eindruck eines „Geschenks“ oder einer einseitigen Lösung zu erzeugen, greift zu kurz und blendet wesentliche Rahmenbedingungen aus.
„Wer komplexe Vereinbarungen bewusst auf einzelne Schlagworte reduziert, erzeugt Aufmerksamkeit, trägt aber nicht zu einer sachlichen Diskussion bei“, betont Vizebürgermeister Alexander Juen.
Zum Vorwurf der fehlenden Einbindung stellen wir klar:
Die Stadtvertretung ist und bleibt das höchste politische Gremium der Stadt Dornbirn. Gleichzeitig ist es Aufgabe des Stadtrates, Verhandlungen zu führen und Vereinbarungen im Rahmen seiner Zuständigkeiten auszuarbeiten. Genau dieses Zusammenspiel bildet die Grundlage für verantwortungsvolle Entscheidungen.
Die Behauptung, Entscheidungen würden an der Stadtvertretung vorbei getroffen, entspricht nicht den tatsächlichen Abläufen.
Unabhängig davon gilt für uns als Dornbirner Volkspartei:
Gerade bei langfristigen Vereinbarungen und beim Einsatz öffentlicher Mittel braucht es maximale Transparenz. Entscheidungen müssen nachvollziehbar erklärt und in ihrer Gesamtheit dargestellt werden. Das ist Voraussetzung für Vertrauen.
„Für uns geht es bei dieser Diskussion nicht um politische Schlagzeilen, sondern um die Frage, wie dieser besondere Ort auch in Zukunft einen Wert für die Menschen in Dornbirn haben kann“, betont Juen.
Was derzeit jedoch auffällt, ist eine starke Verkürzung der Debatte. Begriffe wie „mietfrei“, „Skandal“ oder „Geschenk“ erzeugen Aufmerksamkeit, ersetzen aber keine vollständige Darstellung der Fakten.
Fakt ist:
Ohne den Ankauf hätte die Stadt keinerlei Einfluss auf die Zukunft dieses Areals gehabt. Erst durch diese Entscheidung besteht überhaupt die Möglichkeit, diesen Ort langfristig für die Dornbirner Bevölkerung zu sichern und Schritt für Schritt weiterzuentwickeln.
Ebenso darf in der aktuellen Diskussion eines nicht ausgeblendet werden: Die Franziskaner leisten seit vielen Jahren einen wichtigen gesellschaftlichen und seelsorgerischen Beitrag für Dornbirn. Dazu gehört auch die Begleitung von Menschen im Krankenhaus- und Pflegebereich sowie die tägliche seelsorgerische Arbeit weit über das Kloster hinaus.
Auch die Klosterkirche selbst ist ein bedeutender Ort für viele Dornbirnerinnen und Dornbirner. Sie zählt zu den meistbesuchten Kirchen in Dornbirn und ist für viele Menschen ein fixer Bestandteil ihres Alltags. Zahlreiche Menschen kommen regelmäßig zu Gottesdiensten, Gesprächen oder zur Beichte.
„Die Franziskaner prägen Dornbirn seit Jahrzehnten weit über das Kloster hinaus. Dieses Wirken verdient Respekt und Wertschätzung. Gleichzeitig braucht es einen verantwortungsvollen Blick nach vorne, wie dieser besondere Ort auch künftig für die Bevölkerung offen und wertvoll bleiben kann“, so Juen weiter.
Deshalb geht es bei dieser Diskussion nicht nur um Vertragsdetails, sondern auch um die Frage, wie Dornbirn mit historisch gewachsenen Orten, gesellschaftlichem Zusammenhalt und gelebter Seelsorge umgeht.
Gleichzeitig ist klar:
Die zukünftige Nutzung des Klosters soll Schritt für Schritt für die Bevölkerung geöffnet und weiterentwickelt werden. Genau dabei braucht es aber auch das notwendige Fingerspitzengefühl und einen verantwortungsvollen Umgang mit einem Ort, der für viele Menschen in Dornbirn eine besondere Bedeutung hat.
Für die Dornbirner Volkspartei ist klar:
Verantwortung heißt, komplexe Entscheidungen zu treffen, Zusammenhänge vollständig darzustellen und gleichzeitig langfristige Perspektiven für Dornbirn zu schaffen. Beides gehört zusammen.

Pressekontakt:
Dornbirner Volkspartei
Dr. Alexander Juen
Klubobmann
alexander.juen@dornbirn.at
TelNr.: 0043 664 9240727





