Von Alexander Bischofberger
Deutschland-Bezwinger Paraguay bereitete durch eine äußerst brutale Spielweise auch dem Team Frankreich große Probleme. Die allerdings schickten Paraguay mit 1:0 nach Hause.
Von Beginn an war die Partie sehr hart geführt und Frankreich kam nicht ins Spiel. Paraguay machte ein Foul nach dem anderen, der komplett daneben liegende Schiedsrichter ließ dies durchgehen. Frankreichs Trainer Didier Deschamps warf dem Gegner vor, „endlos viel“ gefoult zu haben.
Dass der überforderte Schiedsrichter Ilgis Tantaschew aus Usbekistan den Südamerikanern trotz mehrerer Unsportlichkeiten keine Gelbe Karte gezeigt hatte, stieß nicht nur bei „Les Bleus“, die dreimal Gelb sahen, auf Unverständnis. Die Franzosen, die am Donnerstag (22 Uhr MESZ) im Viertelfinale in Boston auf Marokko treffen, behielten dennoch die Nerven. In vielen Szenen stand Matías Galarza im Fokus. Der paraguayische Mittelfeldspieler suchte immer wieder die Konfrontation. Dayot Upamecano bekam einen Ellenbogen in die Rippen, Jules Koundé eine Hand ins Gesicht. Kylian Mbappé traf es gleich mehrfach: Galarza schlug ihm gegen die Brust, zudem versuchte Gustavo Velázquez vor Mbappés entscheidendem Tor in der 70. Minute den Elfmeterpunkt mit den Stollen seiner Fußballschuhe zu beschädigen.
„Zur Schiedsrichterleistung habe ich nichts zu sagen“, schimpfte Rayan Cherki: „Wie viele Fouls waren es? 30? 40? Und keine einzige Gelbe Karte?“ Der frühere deutsche Bundesliga-Referee Patrick Ittrich sprach bei MagentaTV von der „schlechtesten Schirileistung dieser WM“. Als Unparteiischer „hast du das Spiel zu managen, das ist hier komplett in die Hose gegangen“.
Frankreich gelang erstmals in diesem Turnier kein Tor aus dem Spiel heraus. Sie brauchten einen vom Videoassistenten (VAR) erwirkten Elfmeter, um das Duell zu überstehen. In vielen Phasen hatte das Anrennen des Teams Ähnlichkeiten mit dem vergeblichen Bemühen der Deutschen und zuvor Türken gegen diesen Gegner.
Paraguay hatte auf der anderen Seite keine einzige gute Chance. Ihre Taktik war wohl wie bei Deutschland ins Elfmeterschießen zu kommen. Unattraktiver kann Fußball nicht sein.
„Ich glaube, es war wichtig für uns, so eine Partie zu erleben und zu sehen, wie wir damit umgehen. Denn wir haben gezeigt, dass wir nicht nur offensiven Fußball spielen können“, sagte Kylian Mbappé





