Schwarz-Fuchs in Budapest: Freiheit und Demokratie sind keine Selbstverständlichkeit

Bundesratspräsidentin bei Gedenkfeierlichkeiten zum 70. Jahrestag des ungarischen Volksaufstands – Österreichs Solidarität mit Flüchtlingen als verbindendes Kapitel der Geschichte

Wien, 24. Oktober 2026 – Bundesratspräsidentin Christine Schwarz-Fuchs nahm am Freitag,  dem 23. Oktober, in Budapest an den Feierlichkeiten zum 70. Jahrestag des ungarischen Volksaufstands von 1956 teil. Im Mittelpunkt standen das Gedenken an den Kampf der ungarischen Bevölkerung für Freiheit, Demokratie und Selbstbestimmung sowie die Bedeutung dieser Werte für das heutige Europa.

„Der ungarische Volksaufstand von 1956 steht für den Mut von Menschen, die sich trotz großer persönlicher Gefahren gegen Unterdrückung und für ihre Freiheit erhoben haben. Ihr Einsatz erinnert uns daran, dass Demokratie, Freiheit und Rechtsstaatlichkeit keine Selbstverständlichkeiten sind. Sie müssen von jeder Generation aufs Neue geschützt und verteidigt werden“, betonte Schwarz-Fuchs anlässlich der Gedenkfeierlichkeiten.

An der internationalen Gedenkfeier im und vor dem ungarischen Parlament nahmen die Staatsspitze Ungarns, die Spitzen der Europäischen Union sowie Staatsoberhäupter und Delegationen aus mehreren Ländern teil. Österreich war auch durch den früheren Bundeskanzler und Außenminister Alexander Schallenberg vertreten.

Ungarns Parlamentspräsidentin Ágnes Forsthoffer und Staatspräsident András Baka würdigten den Freiheitskampf von 1956 als Symbol für Selbstbestimmung und Zusammenhalt. EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen und der Präsident des Europäischen Rates, António Costa, betonten Ungarns Platz in Europa und die gemeinsame Verantwortung für Demokratie und Freiheit.

Österreichs Solidarität verbindet bis heute

Schwarz-Fuchs hob insbesondere die historische Verbundenheit zwischen Österreich und Ungarn hervor. Nach der gewaltsamen Niederschlagung des Volksaufstands durch sowjetische Truppen im November 1956 flohen rund 180.000 Menschen nach Österreich. Die österreichische Bevölkerung begegnete ihnen mit großer Hilfsbereitschaft. Viele fanden hier vorübergehend Schutz, andere eine neue Heimat.

„Österreich hat damals eindrucksvoll gezeigt, was Menschlichkeit und gelebte Nachbarschaft bedeuten. Unzählige Menschen haben ihre Türen geöffnet und den Flüchtenden geholfen. Diese Solidarität ist ein bedeutendes Kapitel unserer gemeinsamen Geschichte. Sie verbindet unsere Länder bis heute und bleibt ein Vorbild dafür, Nachbarn in Not beizustehen“, erklärte die Bundesratspräsidentin.

Austausch mit tschechischem Senatspräsidenten

Am Rande der Feierlichkeiten traf Schwarz-Fuchs mit dem Präsidenten des tschechischen Senats, Miloš Vystrčil, zu einem bilateralen Gespräch zusammen. „Der regelmäßige Austausch zwischen unseren Parlamenten schafft Vertrauen und stärkt das gegenseitige Verständnis. Gerade in herausfordernden Zeiten braucht Europa diesen Dialog und ein klares gemeinsames Bekenntnis zu demokratischen Grundwerten“, betonte Schwarz-Fuchs.

Fotos:
Budapest 1 und Budapest 2: Gruppenfoto: Credit: European Union

Budapest 3: Parlamentspräsidentin Ágnes Forsthoffer; Péter Magyar, Ministerpräsident von Ungarn und BRP Christine Schwarz-Fuchs. Credit: Privat/zVg

Budapest 4: Alexander Schallenberg, Parlamentspräsidentin Ágnes Forsthoffer und BRP Christine Schwarz-Fuchs. Credit: Privat/zVg

Rückfragehinweis:

Mag. Thomas Neuhauser

Sprecher der Präsidentin des Bundesrates

Mobil +43 664 10 10 000

thomas.neuhauser@parlament.gv.at

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