Im Großen Saal des Festspielhauses Mit Reden von Van der Bellen, Vizekanzler Andreas Babler und Festspielpräsident Hans-Peter Metzler wurden die 80. Bregenzer Festspiele eröffnet.
Van der Bellen forderte in seiner Rede den gesellschaftlichen Zusammenhalt und die Verteidigung der liberalen Demokratie. Der Bundespräsident betonte, dass die freie, liberale Demokratie keine Selbstverständlichkeit sei, sondern eine „tägliche Übung“, die gemeinsam und nicht als Soloprojekt bewältigt werden müsse. Er betonte, dass Demokratie auch dann verteidigt werden müsse, wenn es „anstrengend wird“ und warnte vor einfachen Antworten auf komplexe Probleme. In einer Zeit sozialer Netzwerke sei es leicht, „Wut zu schüren, Vertrauen zu zerstören und Menschen gegeneinander auszuspielen.“ Schwieriger sei es, Lösungen zu finden, und Vertrauen aufzubauen. Freiheit, Gleichheit, Geschwisterlichkeit, Menschenwürde, Rechtsstaatlichkeit, Mitmenschlichkeit und Verantwortung seien „keine altmodischen Begriffe aus dem Geschichtsbuch“, sondern die tragenden Fundamente des Landes. Diese Werte müssten nicht nur von Politik und Institutionen gepflegt werden, sondern von jedem, von Lehrern, Eltern, Polizisten, Unternehmern, Journalisten und Politikern. Man soll auch stolz auf Österreich sein. Auf ein Österreich welches sich nicht kleinmacht. Das niemanden kleinmacht. Ein Österreich, das sagt: ,Wir müssen nicht alle gleich sein, um zusammenzugehören.
Im Anschluss feierte Giuseppe Verdis Oper „La traviata“ als erste Seebühnen-Inszenierung der Festspielgeschichte Premiere.








