VP-Landwirtschaftssprecher weist voreilige Bilanz der Grünen zurück – Jagdverantwortliche werden an der Erfüllung der verbindlichen Jahresziele gemessen
„Die Sorgen der betroffenen Bauernfamilien sind verständlich und werden ernst genommen. Sie brauchen verlässliche Informationen und eine konsequente Seuchenbekämpfung. Ein schuldzuweisender Fingerzeig, bevor das Jagdjahr 2026/27 abgeschlossen ist, hilft ihnen nicht. Es schürt nur wieder Ängste und treibt einen Keil zwischen Landwirtschaft, Jagd, Behörde und Politik“, betont VP-Landwirtschaftssprecher Bernhard Feuerstein zur jüngsten Presseaussendung und zum begleitenden Antrag der Grünen zur TBC-Bekämpfung.
Die Argumentation der Grünen mit den noch offenen Abschüssen zur Hälfte des Jagdjahres greife zu kurz. „Wer sich mit der Jagd beschäftigt, weiß, dass die Hauptjagdzeit im Herbst – insbesondere im Oktober und November – liegt. Abschüsse verteilen sich nicht gleichmäßig über das Jagdjahr. Im September bereits ein Scheitern der Jahresvorgaben nahezulegen, ist voreilig und gegenüber den Jagdverantwortlichen unfair“, so Feuerstein. „Dass die Landtagsabgeordnete Bösch-Vetter dennoch so argumentiert, überrascht mittlerweile wenig. Sie nutzt wiederholt die TBC-Situation für politische Zuspitzungen. Damit verschärft sie bewusst die Debatte und verunsichert die Betroffenen zusätzlich. Gerade bei einem so ernsten Thema, einer Seuchenbekämpfung, wäre mehr Sachlichkeit und Fingerspitzengefühl angebracht.“
Verbindliche Ziele und klare Konsequenzen
Die Jagd stehe in der Verantwortung, die vorgeschriebenen Abschüsse zu erfüllen. Dafür müsse ihr auch die vorgesehene Zeit eingeräumt werden. „Das laufendende Jagdjahr endet am 31. März 2027. Landesrat Christian Gantner hat bereits unmissverständlich klargestellt, dass er bei einer Verfehlung der Ziele nicht davor zurückschreckt, die Maßnahmen nochmals deutlich zu verschärfen“, erklärt Feuerstein. Die laufende Seuchenbekämpfung werde konsequent fortgesetzt.
Auch der Verweis im Antrag der Grünen auf eine erhoffte Entwarnung bereits in diesem Jahr greife zu kurz. „TBC verschwindet nicht von einem Jahr auf das nächste. Die Erfahrungen im Bekämpfungsgebiet Süd zeigen, dass Seuchenbekämpfung Ausdauer, konsequentes Handeln und eine enge Zusammenarbeit verlangt. Umso wichtiger ist es, den betroffenen Bäuerinnen und Bauern keine unrealistischen Erwartungen zu vermitteln“, betont der VP-Landwirtschaftssprecher.
Sachliche Zusammenarbeit statt zusätzlicher Verunsicherung
Beim aktuell betroffenen Betrieb seien die notwendigen Untersuchungen und Maßnahmen eingeleitet worden. „Eine Betriebssperre zum Anlass zu nehmen, noch vor Abschluss des laufenden Jagdjahres pauschal ein Versagen der Jagd zu behaupten, trägt nicht nur zur Verunsicherung der Bäuerinnen und Bauern, sondern sorgt auch für Unmut seitens bemühter Jägerinnen und Jäger. Von einer Landwirtschaftssprecherin und wohlbemerkt Jagdsprecherin erwarte ich, dass sie die fachlichen Zusammenhänge berücksichtigt und verantwortungsvoll mit den Sorgen der Betroffenen umgeht“, hält Feuerstein fest.
Eine enge Zusammenarbeit mit dem Bund finde bereits statt. Welchen konkreten zusätzlichen Nutzen ein weiteres Aufsichtsorgan bringe, müssten die Grünen darlegen. „Der Landesrat steht auch Frau Bösch-Vetter für Fragen zur Verfügung. Wer einen wirksamen Beitrag leisten will, sollte diesen Austausch nutzen. Unser gemeinsames Ziel ist klar: Einträge in die Rinderbestände verhindern und einen gesunden Wildbestand erreichen. Ich lade Frau Bösch-Vetter ein, konstruktiv daran mitzuarbeiten. Die betroffenen Bauernfamilien und Jagdverantwortlichen dürfen erwarten, dass dieses Ziel über parteipolitischen Interessen der Grünen steht“, schließt Feuerstein.
Nähere Informationen bei:
LAbg. Bernhard Feuerstein Tel. 0664 3960117





