Ab 2028 erhalten alle Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer Zugang zur betrieblichen Zusatzpension. Für den ÖAAB ein Zukunftsprojekt.
Der Nationalrat hat heute die neue Aktivpension und den Ausbau der betrieblichen Altersvorsorge ab 2028 beschlossen. Bislang hatten drei von vier Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer keine Möglichkeit, eine betriebliche Zusatzpension aufzubauen.
Zusätzlich sah man sich im Rahmen der Abfertigung Neu bei den eingezahlten Arbeitgeberbeiträgen mit einer Verzinsung von nur 1,5 Prozent konfrontiert – bei den deutlich höheren Inflationsraten ein realer Wertverlust. Deshalb wird die Abfertigung Neu nun ebenfalls reformiert.
Die Reform bringt vier zentrale Neuerungen:
- Alle Arbeitsnehmerinnen und Arbeitsnehmer haben zukünftig die Möglichkeit auf eine lebenslange Zusatzpension.
- die Beiträge der Abfertigung neu können zukünftig freiwillig und kostenlos in ein risikoreiches Anlagemodell übertragen werden.
- Die automatische Zusammenführung alter Konten etwa nach einem Jobwechsel.
- Sinkende Verwaltungskosten von 0,8 auf 0,6 Prozent.
Nationalrätin Heike Eder (ÖVP) sieht darin einen überfälligen Schritt: „Diesen Sommer habe ich bei Gesprächen im Wahlkreis oft gehört, dass die Menschen vorsorgen wollen – nur waren die Spielregeln bisher nicht für alle gleich. Das ändert sich jetzt.“
Ein Rechenbeispiel zeigt die Wirkung: Eine 20-jährige Berufseinsteigerin mit 2.400 Euro brutto hat noch 45 Jahre bis zur Pension. Bisher wären daraus rund 50.000 Euro geworden, mit dem neuen Modell könnten es rund 77.600 Euro sein, was 56% mehr gegenüber der konservativen Veranlagung entspricht.
Auch beim ÖAAB Vorarlberg stößt die Reform auf Zustimmung. Landesobfrau Veronika Marte betont, dass vor allem junge Menschen profitieren: „Diese Reform ist ein Meilenstein für die junge Generation. Endlich haben alle Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer die gleichen Chancen auf eine zusätzliche Absicherung im Alter – unabhängig davon, in welchem Betrieb sie arbeiten.“, so Marte.
Mehr Informationen bei:
Abg.z.NR. Heike Eder
heike.eder@parlament.gv.at
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